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In der Hundezucht ist es wie in jedem guten Zweier-Team - die einzelnen Mitglieder haben ihre bestimmten Aufgaben zu erfüllen. Der Züchter muß neben dem viel beschriebenen Herzblut, der nötigen Zeit, einigen finanziellen Reserven vor allem Liebe und Interesse zur Rasse mit bringen.

Da das ja jeder von sich behaupten könnte, verlangt der VDH (das ist der Verband deutsches Hundewesen, der sich seit knapp über 100 Jahren für die Erhaltung der einzelnen Rassen einsetzt) von seinen Züchtern nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern Fakten. Soll heißen: belegbares Hintergrundwissen zur betreffenden Rasse, Kenntnisse über Hundehaltung im allgemeinen und nachweisbare Haltungs- und Aufzuchtbedingungen nach dem deutschen Tierschutzgesetz. Dass dem auch tatsächlich so ist, wird von einem Rassebeauftragten, von einem Zuchtwart , des betreffenden Rassevereins (beim Collie: Club für britische Hütehunde und Deutscher Collie Club), nachkontrolliert. Bevor der Züchter ermächtigt wird Hunde zu  züchten die VDH-Papiere erhalten, sollte er:

  1. ... Seminare und Vorträge allgemeiner (z.B. Rechtsgebiete der Hundehaltung, Genetik) und spezieller Art (Versorgung einer trächtigen Hündin) besuchen
  2. ... passende Literatur anschaffen, beispielsweise Fleig, Dieter, Die Technik der Hundezucht, Kynos-Verlag, Berlin, 2007
  3.  ... Züchterseminare und Ausstellungen besuchen, um sich mit erfahrenen Züchtern auszutauschen und zu lernen
  4. ... das Gelernte immer wieder erneuern und vertiefen, oft werden auch Prüfungen verlangt.

Sind diese Bedingungen erfüllt, kommt der Zuchtwart, beurteilt die Vorkenntnisse und das Zuhause, in dem der angehende Züchter beabsichtigt die Hunde groß zu ziehen. Alle Kosten, die durch die Austellungen (Meldegebühr, Anfahrtsweg, Unterkunft) , Seminarbesuche und Bescheinigungen durch den Verband kosten, trägt selbstverständlich der angehende Züchter. Wenn alle Auflagen durchgeführt sind, geht ein Antrag an eine internationale Kommision (www.fci.be), die den Zwingerschutz erteilt. Der Züchter ist nun qualifiziert und autorisiert, eine bestimmte Rasse zu züchten und nur das Interesse und die Liebe für die Rasse, der starke Wunsch, auch andere an diesen schönen Hunden teil haben zu lassen, läßt den Züchter alle Hürden nehmen und alle Auflagen erfüllen. Der Züchter besitzt nun einen sogenannten Zwinger, d.h. die rechtlich eingetragene Genehmigung, eine bestimmte (und nur diese, es sei denn, er qualifiziert sich für eine weitere) Rasse zu züchten. 

Ab jetzt profitiert der Käufer, der einen Rassehund sucht - er kann davon ausgehen, dass sich der Züchter bemühen wird, die besten Vertreter seiner Rasse zur Zucht zu verwenden. Ob ein Haar nun länger oder kürzer, ein Hund nun 1 cm größer oder kleiner  ist, ein Hund mit diesen oder jenen Vorfahren angepaart wird - diese äußeren Kriterien entsprechen dem Geschmack des einzelnen Züchters; Gesundheitswerte oder die allgemeinen Rassemerkmale  sind jedoch im Rahmen einer VDH-Zucht nicht diskutierbar. Und nun kommen wir zum zweiten Teampartner für eine gute Zucht: dem Hund. Es soll ja ein Rassehund gezüchtet werden und an einen Rassehund werden bestimmte Ansprüche gestellt.

Dies betrifft nicht nur äußere Merkmale und Gesundheitswerte, sondern natürlich auch die Veranlagung und letztendlich den Charakter des Hundes. Der Rassehundekäufer entscheidet sich für einen solchen, weil er einen Hund für ein bestimmtes Aufgabenfeld sucht. Braucht der Jäger einen Kameraden im Feld, sollte er sicher sein  können, dass ihm der Züchter auch einen solchen bieten kann - ein Hund, der in belastenden Situationen nicht vor Aufregung bellt, sondern ruhig und konzentriert seine Aufgabe erfüllt.  Jemand, der im Schutzdienst arbeitet muß davon ausgehen können, dass ihm der Hund in gefährlichen Situationen unter Umständen die Sekunden verschafft die er braucht, um der Situation zu entgehen. Eine Familie mit vielen Kindern und Dauertrubel muß sich darauf verlassen können ,dass der als Familienmitglied angeschaffte Hund auch in lauten und unkontrollierten Situationen die Ruhe bewahrt, friedlich bleibt, auch den Kindern folgt und Besucher der Kinder  im Haus nicht stellt oder bedrängt (o ja, auch der Familienhund ist ein Spezialist, wenn nicht sogar derjenige, an den das breiteste Spektrum an Anforderungen aufgrund der sich ständig wandelnden Situationen gestellt wird). Suche ich also einen solchen Spezialisten, für welche Situation auch immer, will ich sicher sein, dass der Hund die von mir an ihn gestellten Aufgaben auch erfüllen kann und gehe deshalb zum Züchter meiner Wahl. Natürlich ist nicht jede Rasse (das Wort Rasse impliziert den Spezialisten, sonst gäbe es ja eine "Vielseitigkeitsrasse", ein Hund für alles) für jedes Gebiet geeignet und ein guter Züchter wird Ihnen sagen, wenn seine Rasse speziell für Ihre Anforderungen nicht passt.

Aber auch innerhalb einer geeigneten Rasse gibt es Unterschiede; nicht jeder Vertreter seiner Rasse ist ein typischer Vertreter, also ein Hund, bei dem man sich darauf verlassen kann, dass sein inneres auch seinem äußeren Erscheinungsbild entspricht.

Welche Hunde dafür geeignet sind, Vererber ihrer Rasse zu werden, ob der vorgestellte Collie bezüglich  Wesen, Gesundheit  und Optik auch  tatsächlich dem entspricht, was man sich unter einem Collie vorstellt, wird durch ein langwieriges Auswahlverfahren (was sich in Jahren zählen lassen kann) festgestellt.

Bevor unsere  Elterntiere  zueinander durften, mußten beide:

  1. Auf Ausstellungen (mehrere Male und unter verschiedenen Richtern) bestimmte sogenannte Formwertnoten erreichen - in Konkurrenz zu anderen Hunden! - die beweisen, dass beide im Wesen und im Äußeren typische Collievertreter sind.

    Da heißt es dann beispielsweise:

    "Mittelkräftige gut aufgebaute Hündin, femininer Kopf, guter Ausdruck, Scherengebiss korrekt komplet, etwas leichte Ohren, sehr gute Hals-Rücken-Linie (...) guter Bewegungsablauf (....),  freundliches Wesen, saubere blue merle Farbe (...)" (Richterbericht Dusty 7/08), das war die Bewertung für den zweitbesten Hund ("die Ohren.....", meinte der Richter....) ihrer Klasse.
     
  2. Bestimmte Gesundheitsuntersuchungen über sich ergehen lassen. So wurden die Hüften wegen der gefürchteten Hüftdysplasie geröngt, die Zähne auf Vollständigkeit untersucht und die Augen von einem speziellen Tierarzt, der sich auf Augenheilkunde spezialisiert hat, angeschaut. Auch das Ergebnis der Hüftuntersuchung darf übrigens nicht der Tierarzt um die Ecke bestätigen, sondern nur ein vom VDH speziell autorisierter unabhängiger Veterinär.

Sind alle Untersuchungen, alle Ausstellungen mit bestimmten zu erreichenden Ergebnissen dann auch tatsächlich abgeschlossen, muß der Hund vom VDH für die Zucht zugelassen werden.  Auch hier gilt, dass natürlich alle Gebühren für Urkunden und Bescheinigungen, Eintragungen und alle Tierarztrechnungen zu Lasten des Züchters gehen.

Hinsichtlich der Kosten verweisen wir gerne auf die detaillierte und unpathetische Kostendarstellung von Frau Schaumann, Dobermann-Zwinger "vom Gerdautal" (VDH/FCI); die einzelnen Aktivposten variieren von Rasse zu Rasse, in der Summe ist diese Aufstellung jedoch repräsentativ. Die Veröffentlichungs- und Kopierrechte liegen bei Frau Schaumann!

Zusammen mit dem vom Menschen erworbenen Zwingerschutz (und nur in Kombination!!!) kann es nun an die Zucht gehen. Bis also aus Herr und Hund ein Zücherteam geworden sind, können gut und gerne zwei Jahre vergehen, wobei man nicht vergessen darf, dass jede einzelne Generation, die in der Ahnentafel aufgeführt wird, genau die selben Bedingungen erfüllen mußte. Ein gewissenhafter Züchter kennt die Vorfahren seines Tieres genau; er weiß, welche Stärken und welche Schwächen die einzelnen Vertreter aufweisen und selektiert dementsprechend die Zuchtpartner. Aber egal, ob ein Hund ein größeres oder ein kleineres Ohre hatte - der Züchter kann davon ausgehen, dass jeder Hund hohen Mindestanforderungen entsprochen hat und sich sein jeweiliger Besitzer mindestens soviel Gedanken im Interesse der Rasse gemacht hat, wie er selbst. 

Wem kommt das alles zu Gute?

Dem Welpenkäufer.

Ein gewissenhafter Züchter hat eigentlich nur ein Ziel:

den passenden Hund für die passende Familie zu züchten. Er will stolz  auf seine Hunde und sicher sein, dass die zukünftigen Besitzer genauso viel Freude an ihrer gewählten Rasse haben, wie er selbst. Dazu nimmt er jahrelange Vorbereitung und finanzielle und zeitliche Belastung auf sich - für Sie als Welpeninteressent.

VDH-Papiere, die auch was bedeuten und die für die ganzen Mühen und Investitionen stehen, SOLLTEN Ihnen wichtig sein.

Rassewelpen, die diese Papiere nicht aufweisen, stammen bis auf wenige ernste Ausnahmen (die es natürlich gibt) von sogenannten Vermehrern die Nachwuchs von Rassehunden ziehen, die dem Erhalt der Rasse - und letztendlich auch Ihnen, die Sie eine spezielle Rasse mit ihren typischen Eigenschaften suchen - nicht dienlich sind. Sollte der von Ihnen gewählte Züchter keinem VDH-Verband angehören, prüfen Sie KRITISCH, was er für seine gezüchtete Rasse auf sich nimmt. Eine "private Hobbiezucht" muß kein Gütekriterium sein - heutzutage meist eher das Gegenteil. Wenn Ihnen Papiere nicht wichtig sind, entscheiden Sie sich bitte für eine arme Socke aus dem Tierschutz  - nicht für eine Raubkopie

www.vdh.de

www.deutschercollieclub-ev.de

www.cfbrh.de

 http://www.hundund.de/hucom/allgemein/hundekauf-guten-zuechter-erkennen-0312.html

http://www.hundund.de/hucom/hundezucht/hundekauf-zucht-gene-1012.html

http://www.hundund.de/hucom/allgemein/hundekauf-zuchtvereine-papiere-1912.html

 

www.collie-in-not.de

www.collies-in-not.de

www.collies-suchen-zuhause.de

www.zergportal.de

unter www.fci.be können Sie feststellen, ob Ihr Züchter im Rahmen des VDH aktiv ist

 

  
 
sunontour@gmx.de